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13. Februar 2026

Vom Baumschnitt zur Pflanzenkohle

„Chemnitzer Frühling“ verbindet Inspiration und Erlebnisse mit fachlichen Impulsen 

Chemnitz – Wohin mit dem Bauschnitt? Für Gartenbesitzer gab es dafür bisher nur eine Lösung: kompostieren. Der Stadtverband Chemnitz der Kleingärtner will beim „Chemnitzer Frühling“ vom 13. bis 15. März noch eine zweite Möglichkeit zeigen: Die Herstellung von Pflanzenkohle. „Wir bringen dazu einen Kon-Tiki genannten Ofen mit. In diesem lässt sich aus organischen Stoffen in einer Sauerstoffmangelatmosphäre bei Temperaturen von 560 bis 680°C Pflanzenkohle produzieren. Auf der Messe können wir das zwar nicht praktisch vorführen, aber zumindest technisch erklären“, sagt Suzanne Krauß, Geschäftsführerin des Stadtverbandes. Mit Anschaffungskosten von rund 1000 Euro sei ein Kon-Tiki allerdings nur für Privatpersonen mit großen Grundstücken oder eben für Kleingartenverein interessant. Die Vorteile von Pflanzenkohle können sich aber sehen lassen: „Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass sich mit Pflanzenkohle das Wasserspeichervermögen und die Durchlüftung des Bodes verbessern lassen“, sagt Suzanne Krauß. Darüber hinaus hält der Stadtverband an seinem Stand für Kinder wieder ein Bastelangebot parat. Interessierte können sich zudem bei der Fachberatung unter anderem zum Thema Bauschnitt informieren. Das beliebte Modell einer Kleingartenanlage soll als Quelle der Inspiration gezeigt werden. Darüber hinaus runden die Bestimmung alter Obstsorten und die Analyse von Bodenproben das Angebot ab. „Die Bestimmung alter Obstsorten kommt jedes Jahr sehr gut bei den Besucherinnen und Besuchern an. Die Analyse von Bodenproben ist unser Beitrag dazu, Überdüngung in den Gärten zu vermeiden“, so Suzanne Krauß. 

90 Aussteller wollen Lust auf die Gartensaison machen 

Insgesamt präsentieren sich beim diesjährigen „Chemnitzer Frühling“ in der Messehalle 1 rund 90 Aussteller. „Mit ihren Angeboten sorgen diese für die richtige Inspiration – egal, ob für den großen Garten oder die kleine Parzelle – und machen damit Lust auf den Start in die Gartensaison“, sagt Projektleiterin Stefanie Schöniger. Erstmals dabei sind Lukas Fröhner und sein Team von der Baumpflege Fröhner aus dem erzgebirgischen Witzschdorf. „Den Grundstein für mein Unternehmen habe ich 2018 gelegt. Seitdem befinden wir uns auf Wachstumskurs. Damit das in Zukunft so bleibt, präsentieren wir uns auf dem ,Chemnitzer Frühling‘“, sagt der 33-jährige Firmeninhaber. Mit seinem vierköpfigen Team bietet er von der Pflanzung von Bäumen über den Bauschnitt bis zur Fällung ein breites Portfolio an. Dazu kommt der Garten- und Landschaftsbau. „Dort geht der Trend definitiv weg von der Hecke, hin zu Zäunen und Natursteinmauern“, weiß er aus zahlreichen realisierten Aufträgen zu berichten. Er freut sich auf die Projekte und Anfragen, mit denen die Besucherinnen und Besucher an seinen Stand kommen werden. 

Da werden Kinderaugen strahlen: Küken beim Schlüpfen zu sehen 

Ein besonderes Angebot haben sich die Mitglieder des Sächsischen Rassegeflügelzüchterverbandes einfallen lassen. An ihrem Stand können Maran- und Barnevelder-Küken beim Schlüpfen beobachtet werden. „Viele Kinder wissen heute nicht mehr, wo die Küken und die Eier herkommen. Mit dieser Präsentation wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, dass sich das ändert“, sagt Wolfram John, erster Vorsitzender des Verbandes. Er ist sicher, dass dieses Angebot bei den Kita- und Schulkindern, die nach einer Anmeldung über die Website  am ersten Messetag den „Chemnitzer Frühling“ kostenlos besuchen, gut ankommen wird. Gleichzeitig werden die Mitglieder für ihr Hobby werben. „Neben der Freude an den Tieren, weiß man beim Frühstücksei ganz genau, wo es herkommt“, sagt Wolfram John. Da sehen offensichtlich auch die Sachsen so – über Nachwuchsmangel muss sich der Landesverband nicht beklagen. 

 

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